Interview – Tschechische Republik

Drei Fragen an Ludek Prochazka, Managing Director Gerlach Tschechien

18.05.2020

Symbolbild der Karlsbrücke in Prag für das Interview mit Gerlach Customs Manager aus Tschechien
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In unserer Interviewreihe „Drei Fragen an“ sprachen wir mit Ludek Prochazka, Managing Director Gerlach in Tschechien, über den Markt, neue Entwicklungen und sein Team.

Welche wichtigen Trends und Entwicklungen beobachtest Du auf dem Markt?

Heute ist die Zollabfertigung viel anspruchsvoller. Es geht nicht nur um das Wissen, wie man eine Zollanmeldung schreibt, sondern es sind auch Computer- und Kommunikationsfähigkeiten sowie umfassende Kenntnisse der damit verbundenen Gesetzgebung erforderlich.
Bereits in der Phase der Vertragsverhandlungen nutzen die Kunden zunehmend unsere Beratungsleistungen, was ihnen hilft, das Auftreten von Komplikationen oder Sanktionen aufgrund schlechter oder nur geringer Zollkenntnisse zu verhindern.
Für unsere Kunden sind drei Kriterien von größter Bedeutung: Schnelligkeit der Bearbeitung, Glaubwürdigkeit und das Compliance-Level.
Ich sehe auch eine stärkere Tendenz zu maßgeschneiderten Lösungen, einschließlich der Entwicklung ausgefeilterer Tools wie unserem Webportal, wo Vertragskunden ihre Zollanmeldungen oder verwendeten Rechnungen online finden, alle Daten nach Excel exportieren und ein eigenes Reporting generieren oder eigene Daten und Notizen direkt in dieses Tool einfügen können.

Ein Schild, das der Prioritätsspur die Richtung gibt - Einstellungen

Gibt es neue regulatorische Ereignisse (zollbezogen) in deiner Region, von denen die Kunden wissen sollten?

Nach jahrzehntelangem Abbau von Barrieren und Beschränkungen im Außenhandel, und damit im Zoll, müssen wir uns in den letzten Jahren jetzt mit neuen und zunehmenden Restriktionen auseinandersetzen.
Angesichts der Ereignisse auf der Krim werden die Beschränkungen für Russland weiter ausgeweitet, und Russland setzt eigene Vergeltungsmaßnahmen um, die viele tschechische Maschinen- und Lebensmittelunternehmen zwangen, sich auf andere Märkte zu konzentrieren.
Leider folgte in den USA die Einführung von Antidumpingzöllen von 25% bzw. 10% auf Stahl- und Aluminiumimporte auch auf Waren aus der EU, was eine Vergeltungseinführung von 25% bei den Einfuhren ausgewählter US-Erzeugnisse in die EU erforderte.

"Für unsere Kunden sind drei Kriterien von größter Bedeutung: Schnelligkeit der Bearbeitung, Glaubwürdigkeit und das Compliance-Level."

China hat nun zusätzliche Zölle von 18,1-103,1% auf Edelstahl und Barren eingeführt. Darüber hinaus ist die Frage der 25%igen Abgabe auf Autos und Autoteile, die aus der EU in die USA eingeführt werden, noch offen. Und so könnten wir weiterhin Sanktionen gegen den Iran oder noch offene Fragen im Zusammenhang mit dem Brexit aufzählen, wo wir bereits die Lösungen für unsere Kunden haben.

Was macht dich im Moment sehr stolz auf dein Team?

Die meisten Gerlach-Mitarbeiter erkennen, dass sie es sind, die Gerlach zu dem machen was Gerlach ist.
Für mich persönlich ist die größte Leistung, dass wir respektvoll miteinander umgehen und in schwierigen Situationen an einem Strang ziehen.
Und dafür ein großes Dankeschön an alle Gerlacher Mitarbeiter, denn nur ein geschlossenes Team kann sich ständig selbst übertreffen. Die Ergebnisse gegenüber dem Vorjahr bestätigten erneut die dominante Position von Gerlach Customs auf dem tschechischen Markt.

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Ludek Prochazka, Managing Director Gerlach Customs Tschechien

Ludek Prochazka

Managing Director Gerlach Tschechische Republik

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