Interview – Schweiz

Drei Fragen an Franz Schneider, Managing Director Gerlach Schweiz

10.02.2020

Es gibt eine Neuerung beim Mehrwertsteuergesetz in der Schweiz. Die Mitarbeiter von Gerlach können dazu weiter informieren.
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In unserer Interviewreihe „Drei Fragen an“ sprachen wir mit Franz Schneider, Managing Director von Gerlach in der Schweiz, über den Markt, neue Entwicklungen und sein Team.

Welche wichtigen Trends und Entwicklungen beobachtest Du auf dem Markt?

Bedingt durch die politischen Unsicherheiten beobachten wir leider eher einen Trend hin zum Aufbau von Handelsbarrieren. Unternehmen müssen sich besser vorbereiten, mögliche Risiken – gerade hinsichtlich Transport und Zoll – frühzeitig identifizieren und handeln.
Brexit ist natürlich ein relevantes Thema für unsere Branche – jedoch betrifft uns dies in der Schweiz weniger. UK ist ein wichtiger Partner der Schweiz. Die Beziehungen Schweiz-UK basieren auf den bilateralen Abkommen zwischen der Schweiz und der EU. Die Schweiz und UK hatten bereits vor dem Brexit Abkommen abgeschlossen und Lösungen identifiziert.

Ein wichtiger Trend für unsere Branche ist die Entwicklung hin zur Digitalisierung und Automatisierung. Dabei sehe ich gerade für die Zollbranche viele Chancen: Wenn zeitraubende, sich wiederholende Aufgaben automatisiert werden, können sich Experten noch stärker auf die inhaltlich anspruchsvollen Aufgaben fokussieren. Dafür ist es meines Erachtens wichtig, und so machen wir das in unserem Bereich, die digitale Transformation im Unternehmen und bei den Mitarbeitern zu fördern und zu begleiten.

Deutsche Zollbeamte

Gibt es neue regulatorische Ereignisse (zollbezogen) in deiner Region, von denen die Kunden wissen sollten?

In diesem Zusammenhang möchte ich mich auf zwei wesentliche Punkte beziehen: das Transformationsprogramm DaziT und die Neuerung beim Mehrwertsteuergesetz in der Schweiz.
Zum DaziT: Der Schweizer Zoll hat am 1. Januar 2018 das Transformationsprogramm „DaziT“ gestartet. Ziel des Programms ist es bis 2026 sämtliche Zollprozesse zu digitalisieren, um den Grenzübertritt weiter zu vereinfachen und zu beschleunigen. Wir wurden von der Schweizer Zollbehörde in diesem Programm im Rahmen eines Piloten mit eingebunden. Es freut mich natürlich sehr, dass unser Team in solchen zukunftsorientierten Programmen mitwirken und mitgestalten kann.

"Mich macht es stolz zu sehen, dass wir als Team bei Gerlach schnell und unkonventionell arbeiten – so bieten wir genau die Flexibilität an, die Kunden von uns fordern."

Ein weiteres wichtiges Ereignis ist die Neuerung beim Mehrwertsteuergesetz in der Schweiz: Ausländische Versandhandelsunternehmen sind in der Schweiz mehrwertsteuerpflichtig, wenn sie pro Jahr mindestens CHF 100‘000 Umsatz mit Sendungen erzielen, die von der schweizerischen Einfuhrsteuer befreit sind, d.h. für Import-Sendungen ist eine Registrierung zwingend. Wir können bei Gerlach in der Schweiz eine umfassende Beratung hinsichtlich dieser Fragen anbieten.

Was macht dich im Moment sehr stolz auf dein Team?

Mich macht es stolz zu sehen, dass wir als Team bei Gerlach schnell und unkonventionell arbeiten – so bieten wir genau die Flexibilität an, die Kunden von uns fordern.

Unsere Stärke ist unser Wissen, und unsere langjährige – über 135 Jahre – Erfahrung im Bereich Zoll. Gerade im Zeitalter der Digitalisierung wird das Wissen umso wichtiger, denn der Roboter kann nur so intelligent sein, wie wir Menschen ihn mit Wissen versorgen.

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Franz Schneider

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